5 coole Artists, die ich im Jahr 2025 dank Social Media kennengelernt habe

Veröffentlicht: 4. Dezember 2025

Es ist so witzig… ich dachte mir eigentlich, dass ich den Beitrag damit anfange, dass das Entdecken neuer Musik in den sozialen Medien ja eher ein neues Phänomen ist. Aber weißt du was? Das ist ja absoluter Quatsch. Denn seit es Social Media gibt, lernt man darüber Dinge und Menschen kennen, ob nun absichtlich von den Artists forciert oder einfach nur bei Freund*innen aufgeschnappt.

Eigentlich haben sich nur die Wege mit der Zeit verändert: Während wir früher sehr stark durch Musikvideos beeinflusst wurden, die MySpace-Profilsongs unserer Freund*innen be- und verurteilten oder den Nowplaying-Status einzelner Leute im privaten Messenger überwachten, hat es sich mittlerweile eher auf Videoplattformen wie Instagram, TikTok, YouTube oder sogar Twitch verlagert.

Heute präsentiere ich dir mal fünf sehr unterschiedliche Artists, die ich im Jahr 2025 über Social Media kennen und auch mögen gelernt habe und gehe bei jedem auf den spezifischen Weg ein. Vielleicht ist ja auch was für dich und deine Playlist dabei… oder im Zweifel sogar für die Promo deines eigenen Musikprojekts.

Alex Warren: Der König der unterhaltsamen Short Videos

Los geht es mit dem wohl bekanntesten der hier vorgestellten Artists: Alex Warren ist 2025 wirklich in aller Munde. Und tatsächlich habe ich ihn als Künstler so richtig erst über Social Media wahrgenommen.

Streng genommen habe ich ihn das erste Mal im Finale des Netflix-Dating-Formats Love Is Blind (Season 8) gehört und seinen Song Ordinary auch direkt gemocht. Sein Auftritt im Rahmen der Sendung wirkte trotzdem irgendwie ein bisschen… deplatziert. Eine kurze Recherche legte den Grund für mein Gefühl offen: Alex Warren ist tatsächlich der allererste Künstler, die jemals in diesem Format live mit Musik aufgetreten ist. Und dann eben noch… so komplett am Ende des Finales.

Da ich kein TikTok habe, wurde er mir dann Stück für Stück mehr in meinen Instagram-Feed gespült. Ich denke, das liegt vor allem daran, weil ich mich natürlich im Nachgang über einige der Kandidat*innen informiert habe.

Es fing zunächst mit seiner Musik an. Wer dabei aber nur an diese mal mehr und mal weniger aufwendigen Musikvideo-Promos und Lipsync-Videos denkt, die mittlerweile viele Artists veröffentlichen, der unterschätzt die Kreativität seines Marketings. Versteh mich nicht falsch, natürlich hat er diese auch im Repertoire und zeigt auch Eindrücke seiner Auftritte im TV und auf Konzerten.

So richtig mein Herz berührt hat er dann aber mit einem Video, in dem er einem kleinen Jungen ein kleines „Privatkonzert“ spielte, weil dieser noch zu jung für ein Konzert war.

Instagram
Datenschutz
Meta erhält dabei deine IP-Adresse und Seitenaufruf-Daten.
„Einmalig laden“ gilt nur jetzt, der Schalter für die gesamte Website.

Was bei Alex Warren meiner Meinung nach auch so richtig gut funktioniert, sind einerseits seine gnadenlose Ehrlichkeit und Selbstironie…

Instagram
Datenschutz
Meta erhält dabei deine IP-Adresse und Seitenaufruf-Daten.
„Einmalig laden“ gilt nur jetzt, der Schalter für die gesamte Website.

Genau wie die eine oder andere verrückte Aktion von ihm und seiner Frau Kouvr. Der Ort des Geschehnisses spielt dabei kaum eine Rolle.

Instagram
Datenschutz
Meta erhält dabei deine IP-Adresse und Seitenaufruf-Daten.
„Einmalig laden“ gilt nur jetzt, der Schalter für die gesamte Website.

Ein weiterer entscheidender Faktor der Shortvideo-Promo von Alex Warren ist seine „Bromance“ mit Joe Jonas von den Jonas Brothers, wie man hier gut erahnen kann.

Instagram
Datenschutz
Meta erhält dabei deine IP-Adresse und Seitenaufruf-Daten.
„Einmalig laden“ gilt nur jetzt, der Schalter für die gesamte Website.

Und HOLY MOLY, hast du mal seine Tour-Promo gesehen?

Instagram
Datenschutz
Meta erhält dabei deine IP-Adresse und Seitenaufruf-Daten.
„Einmalig laden“ gilt nur jetzt, der Schalter für die gesamte Website.

Für mich ist es immer wieder ein Vergnügen, die Beiträge von Alex Warren in meinem Instagram Feed zu haben – und das sogar komplett ohne dass ich ihn abonniert habe.

Jettee: „Leaks“ als gezielte Musikpromo

Eine Marketing-Strategie, die bei mir unerwartet gut funktioniert hat, war jene von der Indie-Rock-Band Jettee. Leider finde ich den Beitrag nicht mehr – wahrscheinlich war es ein gezieltes Werbeposting – aber sie boten in einem Beitrag an, ihre neue Musik vor offiziellem Release hören zu können, wenn man auf ein Posting reagiert. Unterlegt war das Reel mit so einem gut klingenden Song, dass ich spontan tatsächlich Lust darauf bekam.

Auf das Datum habe ich ehrlicherweise nicht geachtet, daher kann ich nicht sagen, ob das technisch überhaupt tatsächlich möglich war oder sie nur mit dem Narrativ spielten, da man automatisch via PN einen Spotify-Link bekam, der auch funktionierte. In ein paar weiteren Postings kokettierten sie noch mit der Ansage, „all ihre Demos zu leaken“. So nüchtern betrachtet ist das alles eigentlich etwas merkwürdig, zieht aber schrägerweise dennoch Aufmerksamkeit.

Und auch die anderen Reels geben guten Einblick in den Leben als eher kleiner Artist mit sämtlichen Auf und Abs, die das Musikbusiness so zu bieten hat. Und ja… ich höre die Band Jettee seitdem wirklich ganz gern, weshalb diese Art der Musikpromo für mich tatsächlich geklappt hat.

Instagram
Datenschutz
Meta erhält dabei deine IP-Adresse und Seitenaufruf-Daten.
„Einmalig laden“ gilt nur jetzt, der Schalter für die gesamte Website.

Call It Off: Konstante Pop Punk-Cover

Streng genommen hat die niederländische Pop-Punk Band Call It Off schon im Jahr 2024 mit ihrem Taylor Swift Content angefangen und den Begriff „Swemo“ geprägt (ein Kofferwort aus „Swiftie“ und „Emo“). 2025 ging es dann so richtig los mit immer weiteren Cover-Versionen im eigenen Swiftie-Set, dem Cover-Album Thirteen (Call It Off’s Version) und sogar einer dazugehörigen kleinen Tour. Was würde ich nur dafür geben, zu Taylor Swift Songs in einem Moshpit zu landen…

Instagram
Datenschutz
Meta erhält dabei deine IP-Adresse und Seitenaufruf-Daten.
„Einmalig laden“ gilt nur jetzt, der Schalter für die gesamte Website.

Mr. Kitty: Musik als Untermalung von Long Form Content

Weg von Postings der Artists hin zur geschickten Nutzung von Musik durch Dritte: Es gibt einige Songs, die durch die Nutzung als TV-Intro oder in Werbung berühmt sind. Ich denke dabei etwa an All We Are von Jonah, We Are The People von Empire Of The Sun oder Another Love von Tom Odell.

Nun kann man natürlich einfach Short Video Content mit neuer Musik unterlegen, wie es viele auch tun und wie regelmäßig Songs viral gehen, aber sofern die Aufmerksamkeitsspanne noch ausreicht, kann sie auch in Long Form Video Content einen tollen Effekt erzielen.

Exakt so bin ich nämlich auf den Synthpop-Artist Mr.Kitty gestoßen. Dieser wurde mir über ein Video von GeoGuessr-Spieler Trevor Rainbolt in den Feed und letztlich in die Playlist gespült. Das war insofern besonders, weil der Einsatz von Musik in dieser Art von Long Form Content bei ihm eher unüblich ist. Gerade bei Zeitraffern hat er sonst vor allem auf den Originalton gesetzt. Außerdem handelt es sich hier augenscheinlich nicht einmal um eine konkrete Produktplatzierung oder so… und trotzdem hat es zumindest bei mir verdammt gut funktioniert!

YouTube
Datenschutz
Google erhält dabei deine IP-Adresse und Seitenaufruf-Daten.
„Einmalig laden" gilt nur jetzt, der Schalter für die gesamte Website.
Zustimmen & ansehen

Bloodywood: Neue Musik als Gruppen-Event

Nun drifte ich komplett in die Welt des user-generated Content jenseits der großen Influencer ab. Erst neulich hat ein ganz lieber Swiftie aus meinem Umfeld ein Format auf seinem Twitch-Kanal ins Leben gerufen, in dem er sich gemeinsam mit dem Chat vorgeschlagene Musik anhört und seine Meinung dazu äußert. Bei den Genres gibt es keinerlei Begrenzung. Der musikalische Einfluss liegt hier also erst einmal primär bei Leuten, die gewisse (Lieblings-)Artists aktiv supporten.

Dabei schlug direkt in der ersten Ausgabe des Formats ein User den Song Tadka von Bloodywood, einer indischen Metal-Band aus Neu-Delhi vor. Und ich geb’s zu – Punjabi Metal war bis dahin nun wirklich noch nicht auf meiner Playlist, hat sich nun aber seinen festen Platz dort verdient.

Bloodywood engagieren sich für soziale Projekte und den Tierschutz und nehmen sich selbst nicht immer ganz so ernst, was man vielleicht prima am Musikvideo ablesen kann. Das Lied handelt übrigens im weiten Sinne von der indischen Esskultur.

YouTube
Datenschutz
Google erhält dabei deine IP-Adresse und Seitenaufruf-Daten.
„Einmalig laden" gilt nur jetzt, der Schalter für die gesamte Website.
Zustimmen & ansehen

Was ich allerdings bereits als Nachteil des Konzepts vom gemeinsamen Entdecken neuer Musik feststellen konnte: Es dauert wirklich nicht lange bis Musiker*innen das alles für sich entdecken und anfangen, einfach nur Eigenwerbung zu machen. Ich verstehe gut, dass es mittlerweile schwer ist, sich Sichtbarkeit und Gehör zu verschaffen. Doch ich persönlich bekomme einen ganz anderen Zugang zu Musik, wenn ich weiß, dass sich jemand unabhängig von werblichen Absichten aktiv Gedanken darum gemacht hat, welchen Song er einer Mischung aus Bekanntschaften und Fremden in einem Stream präsentiert.

Kategorien:
Alles · Musiknews · Playlists