Rezension: Captain Planet – Ein Ende

Veröffentlicht: 8. Januar 2017

Es ist schon wieder ein paar Ewigkeiten her, dass ich einer Rezension für das Captain Planet Album Ein Ende zusagte. Und ja, ich schäme mich ehrlich dafür, dass ich mich nie genauer dazu geäußert habe? Doch woran lag das?

Ich bin ehrlich – ich kenne den Namen „Captain Planet“ schon seit gefühlt drölfzig Millionen Jahren. Nicht etwa von der gleichnamigen Comicfigur, sondern tatsächlich von der Band. Für mich waren Captain Planet bisher aber einfach nur „Madsen auf Krawall gebürstet“.

Fakten: Captain Planet – Ein Ende

NameEin Ende von Captain Planet
Erschienenam 06.05.2016 via Zeitstrafe
Musikstildeutscher Alternative/Indie/Punk
Spieldauer30:44 min verteilt auf 11 Songs
Weitere Infos
Captain Planet auf Facebook
Offizielle Website der Band Captain Planet
 zu erwerben via Amazon*, iTunes und Co.

Innere Werte: Captain Planet – Ein Ende

Das intensivere Hineinhören über die vergangenen Monate hinweg bestätigt: Ja, die Assoziation zu Madsen gibt’s noch immer, auch wenn sie Tag für Tag mehr in den Hintergrund gerückt ist.
Hinter der temporeichen Hau-drauf-Punkrock-Attitüde von Captain Planet steckt tatsächlich ein gut durchdachter melancholischer Kern, der gar nicht so auf Prügel aus ist. Klar, kraftvoll, vielleicht ein bisschen hyperaktiv, dabei aber nicht zu rotzig und einfach auf den Punkt. Auch wenn Ein Ende gezähmter daherkommt als der Rest aus dem Repertoire, nicht ganz so tief zu gehen scheint wie manche Vorgänger und sich die Texte auch etwas schwerer im festsetzen, so hat das Album absolute Daseinsberechtigung. Menschenfeindliches Großstadtleben versus innerer Spießer, innere und zwischenmenschliche Baustellen. Das sind die Dinge, mit denen sich junge Erwachsene beschäftigen. Das ist das Leben. Und eines meiner Top Alben des vergangenen Jahres, das mich auch nach Monaten des intensiven Hörens immer wieder aufs Neue abholt, fasziniert, nachdenklich und sprachlos macht.

Anspieltipps: St. Peter, Tulpenfarm, Irgendwas

Captain Planet auf Tour 2017

Ich bin mir sicher, dass das Album „Ein Ende“ live noch einmal so richtig seine Stärken ausspielen kann. Ob das stimmt, könnt Ihr gern auf einem der folgenden Konzerte selbst in Erfahrung bringen. Ich werde mir das Spektakel selbst am 14. Januar in Siegen geben und freue mich über jeden, der sich mir an diesem Abend anschließt.

13.01.2017OsnabrückKleine Freiheitmit Tigeryouth
14.01.2017SiegenVEBmit An It Creeps In und Tigeryouth
03.02.2017MagdeburgOLI Kinomit Deutsche Laichen
04.02.2017RiesaOffenes Jugendhausmit Deutsche Laichen
04.-06.08.2017ElsdorfOakfield Festival
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