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[dropcap]E[/dropcap]in Foto von dir im Stehen oder Fallen – Fallen ist lustiger – so ähnlich lautete die Anforderung, mit der man sich einen Gästelistenplatz für das Geheimkonzert von Heisskalt in Köln sichern konnte.

Ob über diesen Weg oder doch ganz anders. Fakt ist – der Sonic Ballroom war am vergangenen Sonntagabend voll. Und hatte Bock auf ein geiles Konzert. Doch lieber einmal ganz von vorn…

Während die schallgefluester-Delegation die Wartezeit damit verbringen, die Ecke zwischen Underground, Live Music Hall und Sonic Ballroom optisch ein wenig zu verschönern und auf das Album der vier Stuttgarter von Heisskalt vorzubereiten, stehen andere Fans schon vor dem Club und warten auf Einlass. Dieser gestaltet sich schließlich – trotz Gästeliste – recht unkompliziert und so füllt sich der kleine gemütliche Club in Windeseile.
Viel gehört zum Ballroom nicht dazu. Draußen ein kleiner Eingangsbereich mit Sitzmöglichkeiten, drinnen ein winziger Raum mit Stehtischchen und etwas Merchandising und eine Tür weiter auch schon linkerseits die kleine Bühne, geradeaus eine schnuckelige Bar. Ein Club mit Schweiß-von-der-Decke-tropf-Potential.

Nach einer Wartezeit voller neuer Bekanntschaften, Gewinnerbildherumzeigerei und Sprechchöre betreten schließlich zunächst Mikrokosmos23 die Bühne. Wer von den Jungs ruhigere Töne erwartet – weit gefehlt. Die Sachsen verstehen es, der heisskalthungrigen Meute bereits ordentlich einzuheizen. Die Freude steht ihnen dabei ins Gesicht geschrieben. „Wir haben wohl alle etwas gemeinsam – wir sehen zum ersten Mal ein Konzert von Mikrokosmos23“, lässt Sänger Peter grinsend verlauten und spielt damit auf einen Bildschirm im Club an, welcher das Treiben der Bühne überträgt. Äußerst sympathisch!

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Nach einer kleinen Umbaupause und unglaublich viel Gewusel ist es dann auch soweit und Heisskalt entern die Bühne. Ohne Rücksicht auf Verluste legen sie eine wahnsinnig heiße und schwitzige Show hin. EP- und Albumsongs geben sich dabei die Klinke in die Hand. Und es sei nur so viel gesagt – das Album kann einfach nur klasse werden. Ob Pogo, Mini-Wall of Death oder Crowdsurfing, irgendwie ist an diesem Abend einfach alles vertreten, was zur Musik von Heisskalt Spaß machen könnte. Die ersten neuen Songs brennen sich regelrecht in die Köpfe. Aber was schon auf Namen wie „Identitätsstiftend“ oder „Gipfelkreuz“ hört…

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Ein wahrer Heisskalt-Klassiker, nämlich „Bewegungsdrang“, ist ab dieser Tour DIE Chance für die besonders musikalischen Fans. So gibt Matze seine Gitarre vertrauensvoll ab und begibt sich mit Mikro an den Bühnenrand und sogar hin und wieder in den Pogo. Bei diesem Konzert geht alles gut, der Matze-Ersatz hat den Song voll drauf und rockt mit dem Rest der Band den Club.
Beim letzten Song, „Das bleibt hier“ entern schließlich einige Fans überraschend die Bühne und übernehmen sogleich den Chorpart.

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Nach dem Konzert nehmen sich beide Bands genügend Zeit für Autogramm- und Fotowünsche, sowie den ein oder anderen netten Plausch. Besser kann ein Konzertabend kaum verlaufen.

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